Teichpflege    
     
Teichpflanzenpflege – düngen und schneiden
Im Bereich „Wie funktionieren Teiche“ habe ich Ihnen davon berichtet, dass Nährstoffe im Teich zu Problemen führen und wir alles dafür tun wollen, möglichst wenig Nährstoffe in das Wasser zu bekommen. Wasserpflanzen wiederum brauchen Nährstoffe um wachsen zu können. In den meisten Fällen sind auch trotz Filteranlagen noch genügend Nährstoffe vorhanden. Erst wenn die Wasserpflanzen Mangelerscheinungen zeigen, wie z.B. durch Blattvergilbungen, schnelles Absterben der Blätter oder schwaches Gesamtwachstum, sollte man gezielte Düngung einsetzen. Hierbei muss unterschieden werden, ob man Pflanzen mit Wurzelstock oder Schwimmende Pflanzen düngen will. Schwimmblattpflanzen oder Repositionspflanzen werden mit Düngekegeln direkt an den Wurzeln gedüngt. Schwimmende Pflanzen müssen hingegen mit einem Flüssigdünger versorgt werden. Eine Düngung sollte im Frühjahr erfolgen, spätestens allerdings bis Mitte Juli. Eine spätere Düngung würde den Triebabschluss zum Herbst verzögern und somit die Winterhärte der Pflanzen negativ beeinflussen.
Für Schnittmaßnahmen an Teichpflanzen gibt es unterschiedliche Gründe. Zum einen werden Schnitte zur Vermeidung von Samenansatz durchgeführt. Es gibt viele Teichpflanzen, wie z.B. Alisma oder Typhia, welche sich durch Samenbildung ausbreiten und evtl. andere Pflanzen von ihrem Standort vertreiben. Ebenso werden Rückschnitte als Pflanzenschutzmaßnahme durchgeführt. So schneidet man durch Mehltau, Rost, Brandpilzen oder Läuse befallene Triebe und Sprossen ab. Nicht zu vergessen ist der Rückschnitt von Teichpflanzen als Nährstoffreduktion bzw. Verhinderung des Nährstoffrückflusses. Die Wasserpflanzen nehmen Nährstoffe auf und würden diese ohne Schnittmaßnahmen wieder in den Teich zurück führen. Rückschnittmaßnahmen in Sumpf- und Röhrichtzone sollten am besten im ausgehenden Winter durchgeführt werden, da über den Winter hinweg durch die Pflanzenreste noch Schutz vor Frost und Schutz für Lebewesen gewährleistet wird. Pflanzen, die bereits im Herbst einziehen, müssen auch dann geschnitten werden.

Manuelle Reinigung
Zur Teichpflege gehört auch das Absaugen von Sedimenten bzw. Teichschlamm. Ohne diese Maßnahme kommt es in einigen Jahren zur Notwendigkeit einer Totalsanierung welche mindestens so kostenaufwendig ist wie das regelmäßige absaugen von Sedimenten.
Es gibt im Handel verschiedenste Angebote über Schlammsauger mit denen man seinen Teich reinigen kann. Es ist allerdings davor zu warnen, einen einfachen günstigen Schlammsauger zu kaufen. Die Enttäuschung und der Frust nehmen dann kein Ende. Ein vernünftiger Schlammsauger braucht enorme Leistung und die ist nun mal nicht für 50 Euro zu bekommen. Wir benutzen hierbei einen Profi-Schlammsauger. Bevor Sie sich einen Schlammsauger anschaffen wollen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie oft sie diesen einsetzen wollen. Bei einem einfachen Teich oder einem Fischteich wird sich der Einsatz auf alle zwei bis drei Jahre beschränken. Dann ist es zumindest noch eine Überlegung Wert, ob man die Arbeiten selbst ausführt und einen Schlammsauger bei uns ausleiht, oder sogar die Arbeiten durch uns ausführen lässt.


Automatische Reinigung
Bei einem Schwimmteich bzw. Naturpool kann der Einsatz eines automatischen Reinigungsgerät in Form von Robotern den Pflegeaufwand erhebliche reduzieren. Diese fahren eigenständig das Becken und eventuell die Wände ab und saugen die Schwebstoffe, welche sich bereits abgesetzt haben, auf. Da diese Geräte aus der Schwimmbadtechnik kommen, sind sie auch nur bei geringen Verschmutzungen einzusetzen.


Pflegeaufwand
Hier noch eine Information über den durchschnittlichen Pflegeaufwand bemessen an einer Teichfläche von ca. 100 m_:
- Gartenteich gering 0,5 Std/Woche
- Koiteich mittel 1,5 Std/Woche
- Schwimmteich hoch 3,0 Std/Woche
- herkömmlicher Pool sehr hoch 5,0 Std/Woche

Wasserprobe
Eine ausführliche Wasseranalyse ist bei allen Teichanlagen mindestens ein mal jährlich zu empfehlen. Die Parameter pH-Wert, Karbonathärte und Nitrit sollen regelmäßig beobachtet werden, auf jeden Fall vor dem Einsetzen von Pflegemitteln.

 

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